logo caritas
Die Demenz-Servicestelle in Kitzingen bot in Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus St. Elisabeth im Rahmen der Seniorenwochen eine Fortbildungseinheit speziell für interessierte Jugendliche an. Die fünf Mädchen und die zwei Jungs sind gekommen um sich vorzubereiten auf den „Dialog der Generationen“ dem Schwerpunktthema der Seniorenwochen.

Durch die enge Vernetzung des Mehrgenerationenhauses mit der Demenz-Servicestelle, beide unter dem Dach des Orts- und Kreiscaritasverbandes Kitzingen, mit dem Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement WIRKT in Kitzingen, können solche Aktionen entstehen. Die Jugendlichen wollen sich auf eine Initiative von WIRKT hin ein Jahr ehrenamtlich in ihrer Stadt, in ihrem Landkreis engagieren. Diese Bereitschaft wollen wir begleiten. Im Projekt Mehrgenerationenhaus finden schon lange Begegnungen und Dialog der Generationen statt. Die Jugendgruppe des Projekts freut sich über den Zuwachs durch die Aktion von WIRKT. Regelmäßige Gruppentreffen und Fortbildungen sollen die Jugendlichen in ihrer neuen Aufgabe begleiten. Gemeinsam wollen wir lernen, wie das Miteinander der Generationen für beide Seiten fruchtbar gestaltet werden kann. Ein Dialog der Generationen muss von beiden Seiten kommen, die Jugend hat den Anfang gemacht, nun müssen wir Älteren antworten und sie unterstützen. Nur so können wir Partner werden, die die Chancen des demografischen Wandels gemeinsam sehen, entwickeln und nutzen.

Menschen mit Demenz leben in ihrer eigenen Welt und doch in unserer unmittelbaren Nähe. Über den Verlauf von demenziellen Erkrankungen ist in der Gesellschaft noch immer zu wenig bekannt. Wenn es in den Medien um Demenz geht, werden häufig die fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung dargestellt, wodurch die Furcht vor der Erkrankung noch gesteigert wird. Aber gerade am Beginn der Erkrankung besteht für die Betroffenen noch lange die Möglichkeit am öffentlichen Leben und Geschehen teilzunehmen. Jugendliche stehen der Erkrankung Demenz weniger vorbelastet gegenüber als ältere Generationen. Sie fühlen sich noch nicht von der Erkrankung bedroht, da sie bekanntermaßen nur Ältere betrifft. Junge Menschen sind aber ebenso wie andere Familienmitglieder von den Begleiterscheinungen der Erkrankung betroffen, wenn die Großeltern oder Nachbarn erkrankt sind. Als zukünftige Erwachsene können Jugendliche aber Multiplikatoren sein und der Stigmatisierung der Erkrankung in unserer Gesellschaft entgegenwirken.

„Dialog der Generationen“, war das Schwerpunktthema der diesjährigen Seniorenwochen. Hier auch Jugendliche anzusprechen war der Leitgedanke unserer Veranstaltung so Petra Dlugosch, Leiterin der Demenz-Servicestelle und des Projekts Mehrgenerationenhaus in Kitzingen.

Petra Dlugosch

­