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Die Fachstelle für pflegende Angehörige mit Demenz-Servicestelle in Kitzingen wurde offiziell eröffnet. Zahlreiche Gäste waren nach Kitzingen gekommen. Die neue Fachstelle wird vom Orts- und Kreiscaritasverband Kitzingen und der Diakonie Kitzingen gemeinsam getragen.

Der Landkreis Kitzingen war der letzte im Regierungsbezirk Unterfranken, der keine Fachstelle hatte, erläuterte der 1. Vorsitzende des Caritasverbands, Alfred Volbers. Musikalisch wurde die Eröffnung von Wolfgang Popp auf der Gitarre begleitet.

Der Raum im Haus in der Schrannenstraße 10 konnte die vielen Gäste kaum fassen, die bei der Vollendung eines landkreisweiten, verbands-, institutions- und konfessionsübergreifenden Projektes dabei sein wollten: Vertreter der Diakonie, der Caritas, des Landkreises, von Arbeiterwohlfahrt und Lebenshilfe, von Selbsthilfegruppen, des VdK, der Klinik Kitzinger Land, der Sparkasse Mainfranken, von Halma Würzburg, aus der Politik und eine Reihe von Alltagsbegleiterinnen waren gekommen.

Die Finanzierungszusagen der Stadt und des Landkreises Kitzingen ermöglichten die Einrichtung der Fachstelle, die das Projekt zunächst für drei Jahre sicherstellen. Die Fachstelle wird verknüpft mit der seit 2012 unter dem Dach der Caritas bestehenden Demenz-Servicestelle des Kreiscaritasverbands Kitzingen e.V..

Dekan Hanspeter Kern sprach es in seinem Grußwort aus: Jeder Mensch braucht ein offenes Ohr, die Nähe eines Menschen oder eine ausgestreckte Hand. Hier sei ein Ort, an dem Menschen Nähe schenken, Hoffnung geben und andere Rat und Hilfe empfangen.

Den Pflegenden Mut machen

Fachstellenleiterin Petra Dlugosch will im Bereich Alter und Pflege mit dem Landkreis zusammenarbeiten und ein enges Netz knüpfen. Ziele sind dabei unter anderem, pflegenden Angehörigen Mut zu machen, deren Pflegebereitschaft und Pflegefähigkeit zu stärken und zu erhalten.

Die Fachstelle mit all ihren Partnern arbeitet neutral und trägerübergreifend. Das besondere ist die gemeinsame Trägerschaft durch Diakonie und Caritas, so Dlugosch. Die Gespräche mit pflegende Angehörigen oder Betroffenen sind grundsätzlich kostenlos, auch Hausbesuche sind möglich.

Als Beispiele aus der Angebotspalette nannte Dlugosch unter anderem Gesprächskreise, Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige, den Aufbau von Betreuungsgruppen für Demenzkranke, Pflegekurse, Auszeitangebote für pflegende Angehörige, aber auch Sportangebote für Demenzkranke und deren Angehörige. „Unser Ziel ist die längstmögliche Eigenständigkeit und Selbstbestimmung der Erkrankten zu erhalten und Angehörige zu entlasten“, so die Fachstellenleiterin.

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