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Würzburg, 13.03.2020. Vorstand und Fachleute aus dem Caritasverband für die Diözese Würzburg trafen sich angesichts der Corona-Welle mit den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Orts- und Kreis- sowie der Caritas-Fachverbände. Domkapitular Clemens Bieber: „Jetzt gilt es, die Herausforderungen klarem Blick anzugehen.“

Ab Montag schließen auch in Unterfranken sämtliche Schulen, Kindertageseinrichtungen und andere Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche. „Nur gemeinsam ist es möglich, die rasante Ausbreitung von Corona einzudämmen“, unterstrich Caritasdirektorin Pia Theresia Franke und sicherte die Unterstützung des Diözesanverbandes zu. Die Caritas im Bistum Würzburg ist gleich mehrfach betroffen: Zu ihr gehören einerseits etwa 500 Einrichtungen, die in drei Tagen schließen sollen; andererseits werden in ihnen viele Kinder von Ärzten, Pflegekräften und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Gesundheitswesen betreut. „Es wird eine Notfallversorgung in den Einrichtungen geben“, ist sich der zuständige Fachbereichsleiter Michael Deckert sicher. Denn aus dem großen Arbeitsfeld der ambulanten, stationären und teilstationären Altenhilfe kam das klare Signal, dass dort jede Hand gebraucht werde.

Schutz besonders gefährdeter Menschen steht im Mittelpunkt

Ähnliches gelte auch für die Rettungsdienste der Malteser und die Krankenhäuser, so Fachbereichsleiterin Sonja Schwab. „Wir werden in den stationären Einrichtungen Maßnahmen ergreifen, um die älteren Menschen, die besonders gefährdet sind, zu schützen“, erläuterte die Caritas-Pflege-Expertin, die per Telefonkonferenz zugeschaltet wurde. Das betreffe unter anderem die restriktive Eingrenzung der Besucherzahlen und verstärkte Hygienemaßnahmen. Gleichzeitig müsse auch dafür gesorgt werden, dass nicht nur in den Krankenhäusern, sondern auch den Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren genügend Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmittel vorhanden sind.

Domkapitular Clemens Bieber riet zur Besonnenheit. Es gelte, einen kühlen Kopf zu bewahren, „sonst gehen Maßnahmen nach hinten los und bewirken eher das Gegenteil.“ Man werde die Lage sehr genau im Blick behalten und passgenau entscheiden. „Wir werden gegenüber der Politik auch darauf achten, dass die Caritas mit ihren vielen Diensten und Einrichtungen nicht übersehen wird.“ Das betreffe etwas die Versorgung und schließlich auch die finanzielle Abfederung entstehender Ausfälle und insbesondere Härten, die in den kommenden Wochen und Monaten zu erwarten sind. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Diözese sei man in enger Abstimmung, denn nicht nur von außen kämen viele Fragen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kirche und ihrer Caritas wurde eine Hotline eingerichtet.

Die Geschäftsführer der neun Orts- und Kreisverbände sowie der Fachverbände haben ihre Vernetzung untereinander und mit den Fachleuten der Diözesanebene nochmals gefestigt, um Problemanzeigen und Lösungen schneller miteinander auszutauschen.

Bieber und Franke dankten ausdrücklich den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Caritas, die ihren Beitrag leisteten, damit die anstehenden Aufgaben gut angegangen werden könnten.

Hier finden Sie aktuelle Informationen aus den Caritas-Einrichtugen zur Corona-Pandemie

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