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Die alte Dame diskutiert lautstark mit ihrer Tochter im Café und behauptet, sie hätte ebenso einen Eisbecher wie die Dame am Nachbartisch bestellt und keinen Kaffee. Die Bedienung steht ratlos mit den bestellten Getränken da und blickt fragend aber auch sichtlich ungeduldig zu der etwas verzweifelt wirkenden Tochter.

Ein Kärtchen, das die Tochter der Bedienung reicht, auf dem steht „ich bitte um Verständnis, meine Angehörige ist an Demenz erkrankt und benimmt sich deshalb ungewöhnlich“ klärt die Situation. Die Bedienung lächelt der alten Dame zu, entschuldigt sich, dass sie die Bestellung wohl verkehrt verstanden habe und bringt kurz danach den gewünschten Eisbecher. Die alte Dame strahlt. Die Tochter lehnt sich entspannt zurück und nickt der Bedienung anerkennend zu. Es kann pflegenden Angehörigen helfen, ihre Mitmenschen zu informieren, dass die Ursache für ein auffälliges Verhalten eine Erkrankung ist. Demenz ist eine Krankheit, die eindeutig altersabhängig ist. Die Erkrankten sind am Beginn der Erkrankung noch oft körperlich aktiv, wollen Spaziergänge unternehmen und freuen sich unter Menschen zu sein. Besonders wenn diese Begegnungen erfreulich sind und den Erkrankten nicht verunsichern.

Warum ist es aber so schwer, offen zu erklären: „Mein Mann oder meine Frau ist an Demenz erkrankt“. Eine Krankheit, die auf viele von uns noch wartet, denn wir werden alt, älter als unsere Eltern und Großeltern. Und auch wir möchten dann noch mit Respekt behandelt werden, auch wenn wir im Restaurant nicht mehr mit Messer und Gabel essen können, wenn wir uns über die Entenfamilie am Main lautstark freuen wie die Kinder. Wir möchten nicht versteckt werden zuhause und wir möchten, dass sich unsere Kinder nicht schämen müssen für uns, sondern dass sie dazu stehen und uns in Schutz nehmen und selbstverständlich mitteilen: „Meine Mutter ist krank – ich bitte um ihr Verständnis“.

Die Mitteilungskärtchen erhalten Sie in der Fachstelle für pflegende Angehörige mit Demenz-Servicestelle Kitzingen. Wir beraten oder schulen aber auch Angestellte aus Gastronomie und Einzelhandel, zum Umgang mit demenzkranken Kunden.

Die Fachstelle für pflegende Angehörige mit Demenz- Servicestelle Kitzingen berät zu Pflege und Leistungen der Pflegekassen. Wir beraten Sie zum Krankheitsbild Demenz und den Umgang mit den Erkrankten. Wir vermitteln geschulte Alltags- bzw. Demenzbegleiter, die pflegende Angehörige für einige Stunden pro Woche zuhause entlasten. Wir informieren neutral zu unbürokratischen Möglichkeiten der Entlastung und Hilfe. Wir bieten Schulungen für Mitbürger an, die Demenzkranke begleiten und unterstützen wollen. Wir organisieren und begleiten Angehörigen-Treffen zum gegenseitigen Austausch von Erfahrungen.  Unsere Beratung ist kostenlos

Für ein Gespräch oder weitere Informationen melden Sie sich bitte an unter:
Telefon: 0 93 21 / 22 03 - 0
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Caritasverband für den Landkreis Kitzingen e.V. in Kooperation mit der Diakonie Kitzingen e.V.

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