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Fünfzehn frisch ausgebildete Demenzbegleiter warten auf ihren Einsatz in und um Kitzingen.

Die Demenz-Servicestelle Kitzingen unter dem Dach des Kreiscaritasverbandes für den Landkreis Kitzingen e.V. hat in Zusammenarbeit mit der ambulanten Pflegestation St. Hedwig wieder eine Weiterbildung für Demenzbegleiter abgeschlossen. Sieben der neuen Demenzspezialisten sind zukünftig auch für Einrichtungen der Diakonie tätig. Sie konnten im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit der Demenz-Servicestelle an der Weiterbildung teilnehmen. Die neuen Alltagsbegleiter betreuen stunden- oder tageweise ältere demenzerkrankte Menschen in ihrem Zuhause. Alltagsbegleiter helfen den Tagesablauf zu strukturieren, leisten Gesellschaft, unterstützen beim Kochen, Einkaufen und einfachen Tätigkeiten im Haushalt oder begleiten bei Ausflügen und Spaziergängen. Demenzerkrankte können so ihre sozialen Kontakte aufrechterhalten, ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen, werden gefördert und erhalten sich so ein hohes Maß an Lebensqualität. Pflegende Angehörige werden durch die Hilfe der Alltagsbegleiter stundenweise entlastet. In der freien Zeit kann somit ein immer wieder aufgeschobener, längst fälliger Arztbesuch, ein Besuch beim Frisör oder auch nur ein entspannter Schwimmbad- oder Sportbesuch für den pflegenden Angehörigen eingeplant werden.

Demenzerkrankte brauchen  Nähe und Ansprache nahezu rund um die Uhr. Die Pflegenden, meist Ehepartner, stellen eigene Bedürfnisse hinten an, gehen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und darüber hinaus. Aber wer pflegt muss, wenn er diese belastende Situation über lange Zeit meistern will, auch an sich selbst denken. Demenzbegleiter möchten hier entlasten und unterstützen. Für diese Arbeit sind sie durch eine umfassende Ausbildung bestens gerüstet. Die Pflegenden können ferner von den Fachkräften und ihrer Erfahrung  lernen, wie kritische oder belastende Situationen am besten zu meistern sind.

Angehörige, die diesen Dienst in Anspruch nehmen möchten, können sich bei der Demenz-Servicestelle Kitzingen melden. Wenn möglich wird ein Alltagsbegleiter aus der Umgebung gesucht. Es folgt ein Kennenlern-Gespräch mit der Familie, in dem beispielsweise besprochen wird, wie sich der Erkrankte gern beschäftigt. So kann der Helfer oder die Helferin individuell auf den Erkrankten eingehen. Wann, wie oft und wie lange sie im Einsatz ist, entscheiden die Angehörigen.

Die Kosten für die Demenzbegleiter übernehmen in der Regel die Pflegekassen. Pflegenden Angehörigen steht ein Jahresbudget für Entlastungsdienste zu, die Höhe hängt vom Grad der Demenzerkrankung ab. Der ambulante Pflegedienst St. Hedwig des Kreiscaritasverbandes Kitzingen übernimmt die Beantragung und Kostenabwicklung mit der Pflegekasse.

Weitere Information bei der Demenz-Servicestelle Kitzingen unter Tel. 09321/2203-0 oder der ambulanten Pflegestation St. Hedwig, Tel. 09321/2203-45, Frau Elflein.

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