logo caritas
Es ist gut rechtzeitig mit dem Gehirntraining zu beginnen, denn ebenso wie die Muskeln des Körpers ist auch unser Kopf und unser Gehirn von Abbauprozessen betroffen.

Wir wissen das Bewegung gut ist für den Muskelerhalt, aber auch Training für unsere grauen Zellen kann dort Abbauprozesse verhindern oder verzögern. Entgegen der bisherigen Annahme haben Nachforschungen und Studien ergeben, dass wir auch im Alter noch neues lernen können und besonders das Erlernen von neuen Inhalten kann neue „Denkpolster“ in unserem Gehirn schaffen und somit unsere kognitive Kapazität vergrößern und Abbauprozesse an anderer Stelle manchmal ausgleichen.

Die Seniorinnen kommen gerne am Donnerstag in die Arche in Schwarzach. Sie können gar nicht genug kriegen von den oft kniffligen Denksportaufgaben, berichten Barbara Ruhsert, Karin Kieser und Renate Seubert, die die Gruppe leiten. Alle Gehirnfunktionen werden trainiert. Erinnern und Planen, Orientieren und Schlussfolgern, Konzentration und Aufmerksamkeit. Nach den Denksportübungen werden die Muskeln trainiert. Rhythmus und Koordination als wichtige Funktionen zur aktiven Sturzprävention werden durch Geschicklichkeitsübungen, die die rechte und linke Gehirnhälfte gemeinsam fordern, eingeübt. Nebenbei wird viel gelacht, gesungen und über das Leben reflektiert.

Dass sie auch handwerklich fit sind bewiesen die aktiven Seniorinnen kurz vor der Weihnachtspause. Mit Pinsel und Leim, fertigten sie freundliche Weihnachtsmänner aus Holz, die nun vor den Schwarzacher Haustüren der Teilnehmerinnen die Passanten grüßen.

Die „Aktiv im Alter – Gruppe“ ist ein Angebot der Fachstelle für pflegende Angehörige und Demenz-Servicestelle in Kitzingen. Träger sind der Caritasverband für den Landkreis Kitzingen e.V. und die Diakonie Kitzingen e.V..

Wir wollen uns nicht auf Defizite konzentrieren, sondern alles dafür tun, dass Menschen im Alter Angebote erhalten, die Vergesslichkeit und altersbedingte Erkrankungen so lange wie möglich verhindern und ihre Kompetenzen fördern und erhalten.

Nach dem Motto „use it or lose it“ sollen weitere Übungsgruppen entstehen, die für Gesunde präventiv wirken sollen und für Erkrankte den Verlauf verzögern. Ein Angebot für Erkrankte und Gesunde gleichzeitig hat das Ziel Menschen mit Demenz-Diagnose länger in die Gesellschaft zu integrieren. Krankhafte Abbauprozesse im Gehirn betreffen nämlich nicht alle Denkfunktionen gleichzeitig oder gleich stark, sehr viele Funktionen können noch lange genutzt und gefördert werden und der Verlauf einer Demenzerkrankung wird dadurch oft verzögert und abgemildert.

­